Singapur – im Herzen der Löwenstadt

Spektakuläre Häuser, Drinks in schwindelerregender Höhe und Multikulti-Trubel – all das ist Singapur.

Skyline von Singapur
Skyline von Singapur

Als ich bei sommerlichen 35 Grad zum ersten Mal durch die Straßen Singapurs laufe, habe ich nur eine Emotion: Man ist das heiß hier. Die Sonne bringt die bunte Metropole zum Strahlen – und mich ordentlich ins Schwitzen. Puuh! Wie jeder guter Tourist laufe auch ich als erstes die berühmte Orchard Road im City Center entlang. Doch ich stelle schnell fest, dass ich mich ein bisschen besser hätte informieren sollen, denn hier reihen sich fast ausschließlich Luxus-Läden aneinander.  Gucci, Prada, Louis Vuitton – würde ich Geld verbrennen wollen, wäre ich hier „goldrichtig.“

Doch mich zieht es eher nach Chinatown, dorthin, wo das wahre, lebendige Singapur sein soll. Die belebten Gassen des kleinen Viertels nehmen mich sofort gefangen. Überall gibt es bunte Stände und kleine Shops, die typisch chinesische Skurrilitäten verkaufen – vom Kuschel-Panda bis zum Hühnerfuß. Über der Straße hängen rot-gelbe Girlanden. Mitten im geschäftigen Trubel steht der 5-stöckige Buddha-Tooth-Tempel, in dem gerade eine Messe stattfindet. Fernöstliche Klänge und der Gesang buddhistischer Mönche vermischen sich, eine faszinierende Atmosphäre. Angeblich liegt hier sogar einer der Zähne Buddhas. Doch ich sehe nur ein Meer aus goldenen Buddha-Statuen, wohin ich auch schaue. Keine Zähne in Sicht.

Hindu-Tempel Sri Mariamman
Hindu-Tempel Sri Mariamman

Neben Chinatown ist auch Little India ein echtes Must See in Singapur. Der Duft von Gewürzen und Räucherstäbchen steigt mir sofort in die Nase, als ich durch die Straßen laufe. Malaien, Chinesen, Inder, Hindus und Buddhisten – hier lebt, kocht und isst man friedlich Seite an Seite. Daran könnte sich eigentlich die ganze Welt ein Beispiel nehmen! Am besten isst man hier im Banana Leaf-Restaurant. Und zwar ganz charmant mit den Fingern. Die Spezialität des Hauses sind Fischköpfe. Aber so weit bin ich noch lange nicht und bestelle mir lieber würziges Chicken mit Reis, der mir beim Essen mit den Fingern immer wieder ins Dekolleté fällt. Aber hier ist das egal. Alle haben sowieso Soße im Gesicht.

Am späten Nachmittag mache ich mich auf zum Hafen, zur berühmten Marina Bay, wo sich sämtliche Postkarten-Motive aneinanderreihen. Mit dem Boot tuckere ich durch eine Landschaft gewaltiger Hochhäuser bis schließlich das „Marina Bay Sands“ in Sichtweite kommt – das Luxushotel, das ein wenig an ein intergalaktisches Raumschiff erinnert. Den Weg nach oben erspare ich mir allerdings, auch wenn die 340 Meter lange Terrasse mit Bar und Infinity Pool bestimmt einen Ausblick wert ist. Mich zieht es zum Abschluss meines Tripps jedoch eher ins berühmte ,1-Altitude‘. In der Rooftop-Bar gibt es hervorragende, eiskalte Drinks in 281 Metern Höhe, die Möbel leuchten und es weht ein laues Lüftchen durch die Hitze der Nacht. So lässt es sich aushalten in der Löwenstadt.

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